Umfrage unter CFOs deckt Lücken im Risikobewusstsein auf - Vorzeichen der Krise werden nicht wahrgenommen.
Die beiden österreichischen Kreditversicherer PRISMA und OeKB Versicherung ließen zum Thema Forderungsmanagement eine repräsentative Umfrage unter Finanzmanagern vom Österreichischen Gallup Institut durchführen.
Falsche Wahrnehmung befragter CFOs
Die Ergebnisse der Studie stimmen die Kreditversicherer nachdenklich: Trotz aller Warnungen sind die Vorzeichen der Krise in den Köpfen der österreichischen Top-Finanzmanager noch nicht angekommen.
Ab Mitte des vergangenen Jahres ist die Exportdynamik deutlich gesunken. Umsatzsteigerungen können über neue riskantere Märkte generiert werden. Dazu braucht der Unternehmer allerdings mehr, als eine simple Büroauskunft. PRISMA und die OeKB Versicherung kennen diese neuen Märkte und in den meisten Fällen auch die neuen Kunden.

Manager rechnen nicht nach, was ein Forderungsausfall kostet
Bei einem Zahlungsausfall von 100.000 Euro, muss ein Unternehmen – bei einer Umsatzrendite von 5 % - satte 2 Millionen Euro Mehrumsatz machen, um diesen Forderungsausfall auszugleichen. Laut Umfrage herrscht dennoch die Meinung, dass man Forderungsausfälle ohne weiteres verkraften kann.

Der Krise entgegenwirken
Die typischen Vorboten einer Krise sind da: Die Exporte gehen zurück, die Auftragslage in den Unternehmen ist ungewiss und die BIP Prognosen für 2012 werden nach unten korrigiert. Die Auswirkungen der Schuldenkrise oder der anhaltenden Ratingabstufungen sind derzeit so gut wie nicht vorhersehbar. Bankfinanzierungen werden aber sicher teurer und schwieriger. Das wirksamste Instrument zur Stabilisierung und Verbesserung der Liquidität des eigenen Unternehmens ist jedenfalls ein straffes Forderungsmanagement. Eine Kreditversicherung gehört hier einfach dazu.
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