Glossar

Absonderungsrechte spielen in der Insolvenz eine große Rolle. Sie beruhen auf einer Kreditsicherheit, die vor der Insolvenz eingeräumt worden ist. Das Absonderungsrecht berechtigt den Absonderungsgläubiger, aus dem Verwertungserlös des Absonderungsgegenstandes vor allen anderen Gläubigern befriedigt zu werden.
Das Absonderungsrecht muss im Insolvenzverfahren geltend gemacht werden, genauso wie alle Forderungen angemeldet werden müssen. Die Verwertung des Absonderungsgegenstandes erfolgt durch den Insolvenzverwalter.
Folgende Kreditsicherheiten sind zur Absonderung berechtigt: ein Pfandrecht, der verlängerte und erweiterte Eigentumsvorbehalt, die Sicherungszession.

Die allgemeinen Versicherungsbedingungen sind, neben der Versicherungspolizze und den Auflagen (Zusatzbedingungen), grundlegender Bestandteil des Versicherungsvertrages.

Die Anbietungsgrenze ist ein vereinbarter Betrag im Rahmen der Pauschalversicherung (P6). Bis zu diesem bestimmten Betrag muss der Versicherungsnehmer seine offenen Forderungen nicht der OeKB Versicherung anbieten - aber er kann. Wird die Anbietungsgrenze durch die Außenstände des Kunden überschritten, muss der Versicherungsnehmer eine Einzelgenehmigung beantragen.

Der Versicherungsnehmer hat in der Pauschalversicherung eine Anbietungspflicht. Er muss alle seine bestehenden und neuen Kunden dem Kreditversicherer melden.

Eine Anfechtungsversicherung schützt vor Insolvenzanfechtung. Ein Beispiel: Wird Ihr Kunde insolvent, so kann der Insolvenzverwalter sämtliche vom insolventen Unternehmen geleisteten Zahlungen rückfordern - und zwar Jahre rückwirkend.

Nähere Informationen über Anfechtungsversicherung finden Sie auf der Website der Marke PRISMA Die Kreditversicherung, auf der Produktseite PRISMA Veto.

Auskünfte sind Risikobeurteilungen von Unternehmen. Lieferanten können eine Auskunft über bestehende oder neue Kunden bei einer Auskunftei anfordern. Geprüft wird die Bonität des Kunden.

Auch eine Kreditversicherung erstellt Risikobeurteilungen. Im Gegensatz zu einer Auskunftei haftet die Kreditversicherung im Fall der Fälle auch für diese Beurteilung.

Die Frist, nach der ein bestimmtes Recht nicht mehr ausgeübt werden darf.

Die Grundlage dieses Rechts ist der „einfache Eigentumsvorbehalt“. Der Aussonderungsgläubiger ist Eigentümer einer Sache, die sich bei der Eröffnung des Insolvenzverfahrens in der Verfügungsmacht des Schuldners befindet. Das Aussonderungsrecht berechtigt den Gläubiger, einen bestimmten Gegenstand – nämlich sein Eigentum – aus der Insolvenzmasse zurückzuverlangen, da es nicht in die Masse gehört. Das Aussonderungsrecht muss im Insolvenzverfahren geltend gemacht werden.

Kosten, die für die Verhinderung oder Minimierung eines Schadens oder für die Betreibung des vom Käufer geschuldeten Betrages anfallen. Betreibungskosten sind zum Beispiel Kosten des Inkassobüros, des Rechtsanwaltes und Gerichtskosten.

Die Bonität beurteilt die Zahlungsfähigkeit und die Zahlungswilligkeit eines Unternehmens.

Bonitätsprüfung und Bonitätsüberwachung
Bei einer Bonitätsprüfung wird die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens, entweder durch den Kreditversicherer selbst oder durch eine vom Kreditversicherer beauftragte Gesellschaft überprüft.

Kunden des kreditversicherten Unternehmens (Versicherungsnehmer) werden vom Kreditversicherer laufend geprüft. Dadurch wird aus der Bonitätsprüfung eine Bonitätsüberwachung.